"Meditation ist eine jener Techniken, die den Unterschied zwischen einem schlechten und einem guten Leben ausmachen."

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"Wenn jemand selbst Zuneigung schätzt und sie damit ja gutheißt, dann hat er damit selbst auch die Fähigkeit, anderen Zuneigung zu geben. Ein solcher Mensch wird erst im Lauf der Zeit durch den Einfluss vieler Umstände zu einem so unbarmherzigen, gewaltbereiten Charakter. Wenn sich durch negative Einflüsse die grundlegende gute Natur eines Menschen zu einer bösartigen Natur verändern kann, dann erscheint es mir nur logisch, dass sich durch positive Umstände auch diese negative Natur allmählich wieder positiv verändern kann."


Manuel Bauer, Matthieu Ricard & Christian Schmidt, Seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama unterwegs für den Frieden, fotografiert von Manuel Bauer (Bildband); daraus: Der Mönch. Seine Heiligkeit der 14. Dalai Lama im Gespräch mit Matthieu Ricard, Christian Schmidt und Manuel Bauer, von Christian Schmidt, München 2005, S. 51 & 55.


„ … Die Zukunft der Kinder ist sehr eng mit der ersten Zeit in ihrem Leben verknüpft, wenn sie noch zusammen mit ihren Eltern leben. Eine schulische Ausbildung erhalten sie von den entsprechenden Ausbildungsstätten, doch die Ausbildung ist nur ein Instrument. Das Wesen dagegen, die Person – ganz gleich, ob man sie »Seele« oder »Selbst« nennt oder nicht – , ist der Benutzer dieses Instruments, und die gesunde Entwicklung dieser Person hängt sehr stark vom Einfluss der Atmosphäre in der Familie ab. In dieser Beziehung liegt es in der Verantwortung der Eltern, dass ihr Kind ein guter Mensch wird. Das ist unabhängig davon, ob sie an eine Religion glauben oder nicht. Denn hier geht es nicht um eine rein religiöse Angelegenheit; es geht vielmehr um die Verantwortung, den Kindern zu helfen, eine gute und heilsame Entwicklung zu nehmen.“

Dalai Lama, Einführung in den Buddhismus. Die Harvard-Vorlesungen, Freiburg, 2011, S. 170.